Zum Inhalt springen
Förder-RatgeberStand: März 2026

Fördermittel für Digitalisierung: Was KMUs 2026 beantragen können

Digitalisierungsförderung 2026 im Überblick: Bund, Länder und Branchenverbände bezuschussen die Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen mit Zuschüssen bis 200.000 €, zinsgünstigen KfW-Krediten und kostenloser Beratung. Dieser Ratgeber zeigt alle aktuellen Programme – von der BAFA Beratungsförderung (go-digital Nachfolger) über den Digitalbonus Bayern bis zum SAB EFRE in Sachsen – und warnt vor den häufigsten Fehlern beim Antrag.

Förderfinder

Finden Sie passende Förderprogramme für Ihr Digitalisierungsprojekt.

Wählen Sie ein Bundesland oder eine Branche, um passende Programme zu sehen.

Stand: März 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Übersicht stellt keine Rechts- oder Förderberatung dar. Bitte prüfen Sie die aktuellen Konditionen direkt bei der jeweiligen Förderstelle.

Hinweis: Die Programme go-digital und Digital Jetzt sind ausgelaufen (Ende 2024). Falls Sie auf einer anderen Website noch darauf verwiesen werden, ist die Information veraltet. Aktuelle Alternativen finden Sie unten.

Bundesweite Fördermittel Digitalisierung: BAFA, KfW und ZIM im Überblick

Seit das Förderprogramm go-digital Ende 2024 ausgelaufen ist, fragen sich viele KMUs: Welche Digitalisierungsförderung gibt es 2026 noch? Die Antwort: mehr als die meisten denken. Bund und EU finanzieren weiterhin Zuschüsse, zinsgünstige Kredite und kostenlose Beratungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Prozesse digitalisieren wollen.

Die folgenden fünf Programme stehen allen KMUs in Deutschland offen – unabhängig vom Bundesland. Sie lassen sich oft mit Landesprogrammen kombinieren, um die Förderquote zu maximieren.

BAFA Beratungsförderung

Zuschuss

Professionelle Digitalisierungsberatung durch akkreditierte Berater. Ideal als erster Schritt für ein Konzept.

Nachfolger von go-digital für den Beratungsanteil.

Betrag

bis 3.200 €

KfW Digitalisierungskredit (511/512)

Kredit

Kredit für Digitalisierungsinvestitionen: Software, Hardware, Prozessautomatisierung. Antrag über Ihre Hausbank.

Betrag

ab 25.000 €

ZIM – Innovationsprogramm Mittelstand

Zuschuss

Für innovative Entwicklungsprojekte mit echtem Technologiecharakter, z. B. KI-gestützte Automatisierung.

Betrag

bis 380.000 €

INQA-Coaching

Beratung

Coaching zu Digitalisierung und Arbeitsorganisation. Für Betriebe die nicht nur Technik, sondern auch Abläufe umstellen wollen.

Betrag

Wert bis 18.000 €

Mittelstand-Digital Zentren

Beratung

Vom BMWK geförderte Anlaufstellen. Branchenspezifische Zentren (z. B. Handwerk). Kein Antrag nötig.

Betrag

kostenlos

Für Handwerksbetriebe eignen sich besonders die BAFA Beratungsförderung (Konzeptphase) und der KfW Digitalisierungskredit (Umsetzung). Wer Pflegeeinrichtungen betreibt, kann zusätzlich den § 8 SGB XI Zuschuss beantragen. Die Kombination aus Bundes- und Landesmitteln ermöglicht in vielen Fällen eine Gesamtförderung von 50–80 % der Projektkosten.

Ausgelaufen: Die Programme go-digital (Beratungsförderung) und Digital Jetzt (Investitionsförderung) wurden Ende 2024 eingestellt. Viele Websites listen sie noch als verfügbar – das ist nicht korrekt.

Digitalisierungsförderung nach Bundesland: alle 16 Landesprogramme 2026

Neben den Bundesmitteln hat jedes Bundesland eigene Digitalisierungszuschüsse für KMUs. Die Programme unterscheiden sich stark in Förderquote und Höchstbetrag – von 10.000 € in Hessen bis 200.000 € in Sachsen.

In Bayern fördert der Digitalbonus IT-Sicherheit und digitale Prozesse mit bis zu 50.000 €. In Nordrhein-Westfalen bieten die MID-Gutscheine (Mittelstand Innovativ & Digital) bis zu 15.000 € für Beratung und Umsetzung. Baden-Württemberg setzt auf die Digitalisierungsprämie der L-Bank mit zinsgünstigem Kredit plus Tilgungszuschuss. Nutzen Sie den Förderfinder oben, um das Programm für Ihr Bundesland im Detail zu sehen.

Sachsen: SAB EFRE Technologieförderung

In Sachsen fördert die SAB über den EFRE-Fonds Digitalisierungsprojekte mit bis zu 60 % Zuschuss. Das Programm deckt Software-Einführung, Prozessautomatisierung und E-Business ab – eines der attraktivsten Digitalisierungsförderprogramme in ganz Deutschland. Antrag bei der Sächsischen Aufbaubank – unbedingt vor Projektstart.

Als Leipziger Unternehmen kennen wir dieses Programm gut und gestalten Projekte routinemäßig SAB-konform.

Förderquote

bis 60 %

Max. Betrag

200.000 €

Bayern

Digitalbonus

bis 50.000 €

Baden-Württemberg

Digitalisierungsprämie

bis 100.000 €

NRW

MID-Gutscheine

bis 15.000 €

Berlin

Digitalprämie

bis 17.000 €

Mecklenburg-Vorp.

DigiTrans MV

bis 30.000 €

Hamburg

Digital Förderung

bis 17.000 €

Bremen

DIGI-Zuschuss

bis 17.000 €

Brandenburg

BIG-Digital

bis 15.000 €

Niedersachsen

Digital aufgeLaden

bis 10.000 €

Hessen

DIGI-Zuschuss

bis 10.000 €

Rheinland-Pfalz

Digi-Zuschuss

bis 15.000 €

Saarland

Digitalbonus Saar

bis 15.000 €

Sachsen-Anhalt

Digital Innovation

bis 15.000 €

Schleswig-Holstein

Digi-Zuschuss

bis 15.000 €

Thüringen

Digitalbonus

bis 15.000 €

Die Förderquoten liegen je nach Programm zwischen 40 % und 60 %. In den neuen Bundesländern (Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern) sind die Quoten tendenziell höher als im Westen. Manche Programme wie die Digitalisierungsprämie Baden-Württemberg funktionieren als zinsgünstiger Kredit mit Tilgungszuschuss statt als direkter Zuschuss.

Die meisten Landesprogramme lassen sich mit der BAFA Beratungsförderung kombinieren: BAFA für die Konzeptphase, Landeszuschuss für die Umsetzung. So finanzieren Sie die komplette Digitalisierung von der Analyse bis zur fertigen Automatisierung mit bis zu 80 % Förderanteil. Details zu den Konditionen finden Sie direkt über den Förderfinder oben oder auf der Website der jeweiligen Landesförderbank.

Zuschuss Digitalisierung nach Branche: Pflege, Handwerk, Kanzleien

Neben den allgemeinen Fördermitteln für Digitalisierung gibt es Programme, die gezielt auf bestimmte Branchen zugeschnitten sind. Besonders die Pflege profitiert von einem eigenen Bundesgesetz (§ 8 SGB XI), das Digitalisierung in zugelassenen Einrichtungen separat fördert.

Pflege: § 8 Abs. 8 SGB XI

Zugelassene ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen erhalten einen einmaligen Zuschuss für Digitalisierungsinvestitionen: Pflegedokumentation, Tourenplanung, digitale Kommunikation. Läuft bis Ende 2030.

Antrag direkt bei der Pflegekasse. Unbedingt vor Projektstart.

Zuschuss

12.000 €

Quote

40 %

Krankenhäuser: KHZG

Investitionsprogramm für die Digitalisierung von Kliniken (bis 70 % Zuschuss). Restmittel werden noch abgerufen. Für niedergelassene Praxen nicht relevant.

Handwerk

Handwerksbetriebe profitieren besonders von den Landesprogrammen (z. B. Digitalbonus Bayern, SAB EFRE Sachsen) und der BAFA Beratungsförderung als go-digital Nachfolger. Dazu bieten die Mittelstand-Digital Zentren Handwerk kostenlose Beratung speziell für die Branche. Wie sich Förderung und Automatisierung im Handwerk konkret verbinden lassen, zeigen wir auf unserer Branchenseite.

Hausverwaltung & Kanzleien

Keine eigenen Branchenprogramme, aber alle allgemeinen Fördermittel für Digitalisierung greifen – KfW Digitalisierungskredit und BAFA Beratungsförderung sind besonders praxisrelevant. Auch die E-Rechnungspflicht kann als Anlass dienen, ein förderfähiges Digitalisierungsprojekt aufzusetzen – mehr dazu im E-Rechnungs-Ratgeber.

Was APO Systeme für förderkonforme Projekte tut

Wir sind keine Förderberater – wir sind Automatisierungsexperten. Aber wir wissen, worauf Förderstellen bei Digitalisierungsprojekten achten, und gestalten Angebote und Projektdokumentation von Anfang an so, dass sie den Anforderungen von BAFA, SAB, KfW und Co. entsprechen. Das erleichtert Ihren Förderantrag erheblich.

Transparente Kostenaufstellung

Jedes Angebot listet Leistungen so auf, dass sie direkt in einen Förderantrag übernommen werden können.

Nachvollziehbare Dokumentation

Projektberichte, Meilensteine und Abnahmeprotokolle in einem Format, das Förderstellen akzeptieren.

Zeitplanung mit Vorlauf

Wir berücksichtigen Bearbeitungszeiten der Förderstellen. Kein vorzeitiger Start.

DSGVO-konform, Self-Hosted

Alle Systeme auf deutschen Servern (Hetzner Cloud). Für viele Programme eine Voraussetzung.

Wichtig: Die Antragstellung liegt bei Ihnen oder einem akkreditierten Förderberater. Für größere Förderungen (z. B. SAB EFRE) empfehlen wir einen spezialisierten Berater.

Unsere Pakete ab 1.990 € Setup sind bewusst so gestaltet, dass sie in typische Fördergrenzen passen. Bei einer Förderquote von 50 % reduziert sich Ihr Eigenanteil auf unter 1.000 € – weniger als eine Monatsrechnung für eine Bürokraft-Stunde pro Woche.

Digitalisierungsförderung beantragen: In 6 Schritten zum Zuschuss

01

Bedarf klären

Was genau soll digitalisiert werden? Welche Prozesse, welche Systeme? Je konkreter, desto besser für den Antrag.

02

Passendes Programm identifizieren

Nutzen Sie den Förderfinder oben. Prüfen Sie Bundesland, Branche und Unternehmensgröße. Oft kommen 2–3 Programme in Frage.

03

Antrag stellen – VOR Projektstart

Kein Vertrag, keine Rechnung, keine Anzahlung vor der Bewilligung. Auch keine mündliche Beauftragung.

04

Bewilligung abwarten

Je nach Programm 4–16 Wochen. Erst nach schriftlicher Bewilligung darf das Projekt beginnen.

05

Projekt umsetzen

Dokumentation von Anfang an: Leistungsnachweise, Zeiterfassung, Rechnungen mit klarer Zuordnung.

06

Verwendungsnachweis einreichen

Nach Projektabschluss: alle Belege und Nachweise bei der Förderstelle einreichen. Dann wird ausgezahlt.

Fördermittel Digitalisierung: Die 5 häufigsten Fehler beim Antrag

Vorzeitiger Projektstart

Häufigster Ablehnungsgrund. Wer vor der Bewilligung Verträge unterschreibt, verliert den Anspruch. Auch mündliche Zusagen zählen.

Falsche Kostenarten

Eigenleistungen, Reisekosten oder Betriebskosten werden oft abgelehnt. Nur bewilligte Kosten werden erstattet.

Fehlende De-minimis-Erklärung

Max. 300.000 € Förderung in 3 Jahren. Wer das Limit überschreitet oder die Erklärung vergisst, riskiert Rückforderung.

Unvollständige Dokumentation

Fehlende Angebote, unklare Leistungsbeschreibungen, keine Meilenstein-Berichte – alles Gründe für Kürzungen.

Ausgelaufene Programme beantragen

go-digital und Digital Jetzt sind Geschichte. Prüfen Sie immer das aktuelle Datum auf der Förderstellen-Website.

FAQ: Häufige Fragen zu Fördermitteln für Digitalisierung

Gibt es 2026 noch das Förderprogramm go-digital?

Nein. go-digital ist Ende 2024 ausgelaufen und wird nicht verlängert. Nachfolger für Beratungsförderung ist die BAFA Unternehmensberatung (bis 3.200 € Zuschuss). Für Investitionen stehen der KfW Digitalisierungskredit und die jeweiligen Landesprogramme zur Verfügung.

Muss ich den Förderantrag für Digitalisierung vor Projektstart stellen?

Ja, bei fast allen Programmen. Das ist der häufigste Fehler: Wer vor der Antragstellung bereits Verträge unterschreibt oder Rechnungen bezahlt, verliert den Förderanspruch. Erst bewilligen lassen, dann beauftragen.

Kann ich mehrere Digitalisierungs-Förderprogramme kombinieren?

In vielen Fällen ja. Zum Beispiel lässt sich die BAFA Beratungsförderung (für die Konzeptphase) mit einem Landeszuschuss (für die Umsetzung) kombinieren. Die Gesamtförderquote darf aber 80–90 % der Kosten nicht überschreiten – die genaue Grenze hängt vom Programm ab.

Welche Fördermittel Digitalisierung gibt es für Pflegeeinrichtungen?

§ 8 Abs. 8 SGB XI bietet bis zu 12.000 € Zuschuss (40 % Förderquote) für Digitalisierung in zugelassenen Pflegeeinrichtungen. Das Programm läuft bis Ende 2030 und wird direkt bei der Pflegekasse beantragt. Zusätzlich gelten alle bundesweiten und Landesprogramme.

Wie lange dauert ein Förderantrag für Digitalisierung?

Das variiert stark: BAFA-Anträge werden oft in 4–8 Wochen beschieden. Landesprogramme wie der SAB EFRE können 8–16 Wochen dauern. KfW-Kredite laufen über Ihre Hausbank und hängen von deren Bearbeitungszeit ab. Planen Sie mindestens 2–3 Monate Vorlauf ein.

Übernimmt APO Systeme die Förderberatung?

Nein. Wir sind keine Förderberater und dürfen keine Rechtsberatung leisten. Was wir tun: Wir gestalten Projekte so, dass sie förderfähig sind – mit nachvollziehbarer Dokumentation, klarer Leistungsbeschreibung und transparenter Kostenaufstellung. Für die eigentliche Antragstellung empfehlen wir einen BAFA-akkreditierten Berater.

Weiterführende Ratgeber

Welche Abläufe kosten Ihr Team die meiste Zeit?

In 30 Minuten finden wir es gemeinsam heraus. Kostenlos und unverbindlich.

Kostenlos & unverbindlich