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Fördermittel für Digitalisierung: Was KMU 2026/2027 beantragen können

Digitalisierungsförderung 2026 im Überblick: Bund, Länder und Pflegekassen fördern die Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen mit Zuschüssen und Förderkrediten. Mehrere Landesprogramme sind 2026 ausgelaufen oder vorübergehend geschlossen. Dieser Ratgeber zeigt die offenen Programme und den Stand für 2027. Dazu kommen die typischen Fehler beim Antrag.

Zuletzt geprüft: 04.10.2026 · APO Systeme

Inhalt
  1. Bundesweite Programme
  2. Förderung nach Bundesland
  3. Zuschuss nach Branche
  4. Was für 2027 feststeht
  5. Was APO Systeme für förderkonforme Projekte tut
  6. Förderung beantragen in 6 Schritten
  7. Fünf typische Fehler beim Antrag
  8. Häufige Fragen

Förderfinder

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Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Übersicht stellt keine Rechts- oder Förderberatung dar. Bitte prüfen Sie die aktuellen Konditionen direkt bei der jeweiligen Förderstelle.

Bundesweite Fördermittel Digitalisierung: BAFA, KfW und ZIM im Überblick

go-digital ist Ende 2024 ausgelaufen. Bund und EU fördern die Digitalisierung von KMU aber weiter. Es gibt Zuschüsse, Förderkredite und Coaching.

Die folgenden Programme gelten bundesweit. Jedes hat eigene Voraussetzungen, etwa zu Branche, Größe oder Alter des Unternehmens. Ob sich ein Programm mit Landesprogrammen kombinieren lässt, regelt die jeweilige Richtlinie.

BAFA: Förderung von Unternehmensberatungen

Zuschuss

Zuschuss zu einer Beratung durch einen beim BAFA registrierten Berater. Gefördert werden Fragen der Unternehmensführung, auch zur Digitalisierung. Geeignet als erster Schritt für ein Konzept.

80 % von höchstens 3.500 € Beratungskosten in den neuen Bundesländern sowie in den Regionen Lüneburg und Trier, also bis 2.800 €. In den übrigen alten Bundesländern, in Berlin und in der Region Leipzig 50 %, also bis 1.750 €. Anträge sind bis 31.12.2026 möglich. Ein Nachfolgeprogramm ist noch nicht veröffentlicht.

Betrag

bis 2.800 €

KfW ERP-Förderkredit Digitalisierung (511, 512)

Kredit

Förderkredit für Digitalisierungsvorhaben, etwa Software, Hardware, Prozesse und Schulung. In höheren Förderstufen gibt es zusätzlich einen Zuschuss von 3 % oder 5 % des Kredits. Antrag über Ihre Hausbank vor Beginn des Vorhabens.

Betrag

ohne Mindestbetrag

ZIM: Innovationsprogramm Mittelstand

Zuschuss

Zuschuss für Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit technischem Risiko, etwa neue KI-Verfahren. Seit 07.07.2026 nimmt das BMWE keine Anträge an. Angestrebt ist eine Wiederöffnung Anfang 2027, abhängig vom Bundeshaushalt.

Betrag

Kosten bis 690.000 €

INQA-Coaching

Beratung

Coaching zu Personal und Arbeitsorganisation im digitalen Wandel. Gefördert werden bis zu 12 Tage. Der Tagessatz ist auf 1.200 € netto begrenzt. Start ist eine kostenlose Erstberatung bei einer INQA-Beratungsstelle.

Betrag

bis 11.520 €

Mittelstand-Digital Zentren

Beratung

Vom BMWE gefördertes Netzwerk mit kostenfreien Workshops, Analysen und Projektbegleitung. Kein Antrag nötig. Das Zentrum Handwerk endete am 30.06.2026, das Zentrum Chemnitz für Sachsen am 31.08.2026. Ein neues Netzwerk ist ab 2027 geplant.

Betrag

kostenfrei

Für Handwerksbetriebe eignen sich die BAFA-Beratungsförderung für das Konzept und für die Umsetzung Landesprogramme oder der ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW. Wer Pflegeeinrichtungen betreibt, kann zusätzlich den Zuschuss nach § 8 Abs. 8 SGB XI beantragen.

Digitalisierungsförderung nach Bundesland: Stand Oktober 2026

Neben den Bundesmitteln fördern die meisten Länder die Digitalisierung von KMU. Die Programme unterscheiden sich stark. Manche zahlen Zuschüsse, andere vergeben Kredite oder fördern nur Beratung. Mehrere Programme sind 2026 ausgelaufen oder für dieses Jahr ausgeschöpft.

In Bayern fördert der Digitalbonus.Bayern kleine Unternehmen mit bis zu 7.500 €. Für besonders innovative Vorhaben sind bis zu 30.000 € möglich. In Nordrhein-Westfalen fördert MID neue digitale Produkte und IT-Sicherheit mit bis zu 15.000 €. In Baden-Württemberg gibt es die Digitalisierungsfinanzierung der L-Bank, einen Förderkredit mit Landesprämie. Im Förderfinder oben sehen Sie die Details zu Ihrem Bundesland.

Bayern

Digitalbonus.Bayern

bis 30.000 €

Baden-Württemberg

Digitalisierungsfinanzierung (Kredit)

5 % Landesprämie

NRW

MID-Digitalisierung, MID-Digitale Sicherheit

bis 15.000 €

Brandenburg

BIG-Digital

bis 250.000 €

Sachsen-Anhalt

Digital Innovation, Antragsfenster ab 16.11.2026

bis 70.000 €

Mecklenburg-Vorp.

KI-Förderung (nur KI)

bis 50.000 €

Saarland

DigitalInvest KMU

bis 20.000 €

Schleswig-Holstein

DKU (unter 50 Beschäftigte)

bis 40 %

Hamburg

Hamburg Digital Check (Beratung)

bis 7.500 €

Hessen

DIGI-Beratung (nur Beratung)

400 € je Tagewerk

Rheinland-Pfalz

Betriebsberatungsprogramm (nur Beratung)

500 € je Tagewerk

Bremen

Digitaler Mittelstand KI

2026 keine Mittel

In Berlin, Niedersachsen und Thüringen gibt es derzeit keinen allgemeinen Digitalisierungszuschuss des Landes. Bei den offenen Landeszuschüssen liegen die Förderquoten zwischen 30 und 60 %. In Baden-Württemberg gibt es statt eines Zuschusses einen Förderkredit mit Landesprämie.

Ob sich ein Landesprogramm mit der BAFA-Beratungsförderung kombinieren lässt, regelt die jeweilige Richtlinie. Die BAFA fördert keine Beratung, die zusätzlich aus anderen öffentlichen Mitteln bezahlt wird. Fragen Sie vor dem Antrag bei der Förderstelle nach. Die Konditionen finden Sie im Förderfinder oben oder bei der Förderbank Ihres Landes.

Zuschuss Digitalisierung nach Branche: Pflege, Handwerk, Kanzleien

Neben den allgemeinen Fördermitteln für Digitalisierung gibt es Programme, die gezielt auf bestimmte Branchen zugeschnitten sind. Besonders die Pflege profitiert von einer eigenen Regelung (§ 8 Abs. 8 SGB XI), die Digitalisierung in zugelassenen Einrichtungen fördert.

Handwerk

Handwerksbetriebe können Landesprogramme nutzen, etwa den Digitalbonus.Bayern oder den Digitalisierungszuschuss der SAB in Sachsen. Für das Konzept kommt die BAFA-Beratungsförderung in Frage. Das Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk ist am 30.06.2026 ausgelaufen. Wie sich Förderung und Automatisierung im Handwerk konkret verbinden lassen, zeigen wir auf unserer Branchenseite.

Hausverwaltung & Kanzleien

Für Hausverwaltungen und Kanzleien gibt es keine eigenen Branchenprogramme. Hausverwaltungen können die allgemeinen Programme nutzen, etwa die BAFA-Beratungsförderung oder einen Landeszuschuss. Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater sind bei der BAFA nicht antragsberechtigt. Manche Landesprogramme schließen Freie Berufe aus, etwa der Digitalbonus.Bayern. Kosten, die nur eine gesetzliche Pflicht wie die E-Rechnung erfüllen, sind nicht immer förderfähig. Mehr zur E-Rechnung im E-Rechnungs-Ratgeber.

Was für 2027 feststeht

Stand 04.10.2026. Für 2027 stehen erst einige Punkte fest:

  • BAFA-Beratungsförderung: Anträge sind bis 31.12.2026 möglich. Ein Nachfolger ist noch nicht veröffentlicht.
  • ZIM: Seit 07.07.2026 nimmt das BMWE keine Anträge an. Angestrebt ist eine Wiederöffnung Anfang 2027, abhängig vom Bundeshaushalt.
  • INQA-Coaching: Coaching-Schecks gibt es bis 30.06.2028.
  • Pflege nach § 8 Abs. 8 SGB XI: Der Zuschuss gilt für Anschaffungen bis 31.12.2030.
  • Digitalbonus.Bayern: Das Programm läuft bis 31.12.2027.
  • BIG-Digital Brandenburg: Die Richtlinie gilt bis 30.06.2027.
  • Bremen: Die Förderbank kündigt Informationen zu 2027 an.
  • Mittelstand-Digital: Ein neues Netzwerk soll 2027 starten. Ob ein Zentrum für Sachsen dabei ist, ist offen.

Was APO Systeme für förderkonforme Projekte tut

Wir sind keine Förderberater. Wir bauen Automatisierungen und kennen die Unterlagen, die Förderstellen bei Digitalisierungsprojekten verlangen. Angebote und Projektdokumentation erstellen wir so, dass Sie sie für Ihren Antrag nutzen können. Ob ein Vorhaben gefördert wird, entscheidet die Förderstelle.

Transparente Kostenaufstellung

Jedes Angebot listet Leistungen und Kosten einzeln auf. So können Sie die Posten im Antrag zuordnen.

Nachvollziehbare Dokumentation

Projektberichte, Meilensteine und Abnahmeprotokolle für Ihren Verwendungsnachweis.

Zeitplanung mit Vorlauf

Wir berücksichtigen Bearbeitungszeiten der Förderstellen. Kein vorzeitiger Start.

Server in Deutschland

Alle Systeme laufen auf Servern in Deutschland (Hetzner).

Unsere Preise finden Sie unter Preise & Pakete. Ob ein Projekt förderfähig ist, hängt vom Programm ab. Der Digitalisierungszuschuss der SAB setzt zum Beispiel mindestens 5.000 € förderfähige Ausgaben voraus.

Digitalisierungsförderung beantragen: In 6 Schritten zum Zuschuss

01

Bedarf klären

Was genau soll digitalisiert werden? Welche Prozesse, welche Systeme? Je konkreter, desto besser für den Antrag.

02

Passendes Programm identifizieren

Nutzen Sie den Förderfinder oben. Prüfen Sie Bundesland, Branche und Unternehmensgröße.

03

Antrag stellen, vor dem Projektstart

Kein Vertrag, keine Rechnung, keine Anzahlung vor der Freigabe durch die Förderstelle. Auch keine mündliche Beauftragung.

04

Freigabe abwarten

Wann Sie beginnen dürfen, regelt jedes Programm selbst. Bei der BAFA ist es das Informationsschreiben der Leitstelle. Bei der SAB ist es die Bestätigungsmail zum Antrag. Bei anderen Programmen ist es erst die Bewilligung.

05

Projekt umsetzen

Dokumentation von Anfang an: Leistungsnachweise, Zeiterfassung, Rechnungen mit klarer Zuordnung.

06

Verwendungsnachweis einreichen

Nach Projektabschluss: alle Belege und Nachweise bei der Förderstelle einreichen. Dann wird ausgezahlt.

Fördermittel Digitalisierung: Fünf typische Fehler beim Antrag

Vorzeitiger Projektstart

Bei vielen Programmen gilt: Wer vor der Freigabe einen Vertrag schließt, bekommt keine Förderung. Auch eine mündliche Beauftragung ist ein Vertrag.

Falsche Kostenarten

Welche Kosten förderfähig sind, regelt jede Richtlinie selbst. Eigenleistungen und laufende Betriebskosten sind oft ausgeschlossen. Erstattet werden nur bewilligte Kosten.

Fehlende De-minimis-Erklärung

De-minimis-Beihilfen sind auf 300.000 € in drei Jahren begrenzt. Der Zeitraum ist rollierend. Fehlt die Erklärung oder ist die Grenze überschritten, kann die Förderung entfallen oder zurückgefordert werden.

Unvollständige Dokumentation

Fehlende Angebote, unklare Leistungsbeschreibungen, keine Meilenstein-Berichte: alles Gründe für Kürzungen.

Ausgelaufene Programme beantragen

go-digital und Digital Jetzt sind beendet. Auch Landesprogramme schließen, wenn die Mittel ausgeschöpft sind. Prüfen Sie den Stand immer auf der Seite der Förderstelle.

Häufige Fragen

Gibt es 2026 noch das Förderprogramm go-digital?
Nein. go-digital ist zum 31.12.2024 ausgelaufen. Einen offiziellen Nachfolger gibt es nicht. Für Beratung gibt es die BAFA-Förderung von Unternehmensberatungen. In den neuen Bundesländern sowie in den Regionen Lüneburg und Trier zahlt sie 80 % von höchstens 3.500 € Beratungskosten, also bis 2.800 €. In den übrigen alten Bundesländern, in Berlin und in der Region Leipzig sind es 50 %, also bis 1.750 €. Anträge sind bis 31.12.2026 möglich. Für die Umsetzung gibt es Landesprogramme und den ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW.
Muss ich den Förderantrag für Digitalisierung vor Projektstart stellen?
Bei den meisten Programmen ja. Wer vorher Verträge unterschreibt oder Rechnungen bezahlt, verliert dort die Förderung. Wann Sie beginnen dürfen, regelt die Richtlinie. Das kann die Bewilligung sein, eine Eingangsbestätigung oder ein Informationsschreiben. Eine Ausnahme ist der Pflegezuschuss nach § 8 Abs. 8 SGB XI. Ihn können Sie auch nachträglich beantragen.
Kann ich mehrere Digitalisierungs-Förderprogramme kombinieren?
Manchmal. Das hängt von den Richtlinien ab. Die BAFA schließt zum Beispiel aus, dass dieselbe Beratung zusätzlich öffentlich gefördert wird. Für getrennte Kosten kann eine Kombination möglich sein. In Sachsen lassen sich etwa der Digitalisierungszuschuss und das Digitalisierungsdarlehen der SAB kombinieren. Fragen Sie vor dem Antrag bei der Förderstelle nach.
Welche Fördermittel Digitalisierung gibt es für Pflegeeinrichtungen?
Nach § 8 Abs. 8 SGB XI erhalten zugelassene ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen bis zu 40 % ihrer Ausgaben erstattet, höchstens 12.000 € je Einrichtung. Das gilt für Anschaffungen bis Ende 2030. Den Antrag stellen Sie bei der zuständigen Pflegekasse, vorab oder nachträglich. In Bayern stockt der Freistaat um bis zu 12.000 € auf. Ob weitere Programme passen, hängt vom Träger ab. Gemeinnützige Träger sind zum Beispiel bei der BAFA nicht antragsberechtigt.
Wie lange dauert ein Förderantrag für Digitalisierung?
Das hängt vom Programm ab. Bei der BAFA dürfen Sie beginnen, sobald das Informationsschreiben der Leitstelle vorliegt. Bewilligt und ausgezahlt wird erst nach der Beratung. Bei der SAB dürfen Sie nach der Bestätigungsmail zum Antrag beginnen. Förderkredite beantragen Sie meist über Ihre Hausbank. Fragen Sie die Förderstelle nach der aktuellen Bearbeitungszeit.
Übernimmt APO Systeme die Förderberatung?
Nein. Wir sind keine Förderberater und leisten keine Rechtsberatung. Wir liefern eine klare Leistungsbeschreibung, eine Kostenaufstellung und die Projektdokumentation. Diese Unterlagen können Sie für Ihren Antrag nutzen. Für den Antrag selbst kann ein Fördermittelberater helfen. Die BAFA bezuschusst keine Beratung, die überwiegend Fördermittel betrifft.

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